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Papierlexikon

Absolute Feuchtigkeit Die im Papier enthaltene Wassermenge in Gewichtsprozenten.

Abweichungen Sind in unserer Preisliste unter den Rubriken «Allgemeine Verkaufsbedingungen» und «Ergänzende Bestimmungen» enthalten.

Affichenpapier Synonym für Plakatpapier.

Alterungsbeständig DIN ISO 9706 Eigenschaft des Papiers, seine Eigenschaften bei Dauergebrauch resp. langzeitig beizubehalten. Das Papier besitzt eine ganz bestimmte Stoffzusammensetzung, die durch die Norm DIN ISO 9706 definiert ist. Wichtig für langzeitliche Produkte wie Bücher, Bilder usw.

Altpapier Recycling für zahlreiche Papier- und Kartonfabrikationen. Das aussortierte Altpapier wird aufgelöst, entfärbt, gereinigt, gebleicht und dann für die Weiterverarbeitung zu einem Papierbrei aufbereitet.

AOX Das absorbierbare, organisch gebundene Halogen (X) ergibt die Menge des in organischen Verbindungen gebundenen Chlors.

Aschegehalt Anteil der Füllstoffe und Pigmente, die neben den Faserstoffen anorganische Bestandteile im Papier enthalten. Die anorganischen Substanzen verbrennen nicht.

Atro Fachbezeichnung für «absolut trocken» gemäss dem sogenannten Lutro Massstab für die Messung des Trockengehaltes von Papier und Zellstoff.

Aufbereitung Die als Halbstoffe angelieferten Faserstoffe werden mit Wasser zu einem dünnen Brei verarbeitet. Dieser Faserbrei wird nach einem mehrstufigen Reinigungsprozess gemahlen und mit Hilfsstoffen versehen. Nach einer erneuten Verdünnung (bis zu 99 Prozent Wasseranteil) kommt der Faserbrei für die Weiterverarbeitung zum Ganzstoff in die Papiermaschine.

Ausrüstung Schneiden, sortieren und verpacken der aus der Papier- oder Streichmaschine kommenden Papierrollen zu Bogen oder Rollen.

 
Bandbreite Rollenbreite des Papiers in der Maschine. Die Bandbreite läuft quer zur Laufrichtung.

Banknotenpapier Für den Mehrfarbendruck geeignetes und meistens aus Hadern hergestelltes Papier. Äusserst dauerhaft, griff- und faltfest. Die Herstellung solcher Papiere, die mit echten mehrstufigen Wasserzeichen versehen sind, erfolgt auf sogenannten Rundsiebmaschinen.

Beschichten Entsprechend ihrem Verwendungszweck werden Papier und Kartons mit wasser-, fett-, aroma-, säure- oder luftdichten Kunststoffen oder auch mit Aluminium beschichtet.

Bibeldruckpapier Äusserst festes, dünnes und undurchsichtiges Druckpapier für die Herstellung von umfangreichen, aber dünnen Büchern (z.B. Bibeln).

Blattbildung Bedeutet in der manuellen wie auch maschinellen Papierherstellung die Bildung eines flächigen Gefüges aus Fasern und Füllstoff. Herstellung von Papieren auf einer Langsiebmaschine.

Bleichen Erhöhung des Weissegrades eines Faserstoffes zur Herstellung von Papier. Der Bleichprozess ist eine Weiterführung des chemischen Aufschlusses, denn der Zellstoff hat nach dem chemischen Aufschluss eine gelbliche bis braune Färbung. Chlor oder Chlorverbindungen werden heute dabei immer seltener verwendet.

Bogen Format des geschnittenen Papiers oder Kartons.

Breitbahn Das Papierformat wird der Breite nach aus der Papierbahn geschnitten und die Laufrichtung folgt der kürzeren Seite. Abkürzung: BB

Bulk Dicke des Papieres; wird meistens durch die Zellstoffart - Kurzfaser, Eukalyptus - erreicht.

Bütte Rundes oder ovales Holzgefäss zur Aufnahme des verdünnten Faserbreis. Bei der manuellen Papierherstellung wird der Brei daraus mit einem Sieb geschöpft.

Büttenpapier Aus der Bütte von Hand geschöpfter Papierbogen, der sich durch eine unregelmässige Stoffdicke und abnehmende Ränder auszeichnet. Zudem gibt es beim Büttenpapier keine Laufrichtung. 

Calciumkarbonat Kreide oder Kalkstein (Oberbegriff Calciumcarbonat) werden bei der Papierherstellung als Füllstoff oder für die Streichfarbe als Pigment verwendet.

CB-Papier Selbstdurchschreibende Papiere für die Herstellung von Mehrfachformularen (CB = Coated Back).

CFB-Papier Beidseitig selbstdurchschreibende Papiere für die Herstellung von Mehrfachformularen. (CFB = Coated Front Back).

Chlorbleiche Rein chemisch gesehen, ist die Chlorbleiche das optimale Verfahren, um Lignin, das unter Sauerstoffeinwirkung das Papier brüchig macht und stark vergilben lässt, von der Zellstoff-Faser zu trennen. Der Nachteil dabei ist aber, dass Chlorbleiche unsere Gewässer belastet, weil sie nur unzureichend gereinigt werden kann. Weltweit werden deshalb chlorfreie alternative Bleichverfahren eingesetzt, die keine Umweltbelastung darstellen.

Chlorfrei Allgemeine Bezeichnung für Papier, das aus Zellstoff hergestellt, aber ohne Elementarchlor (ECF) oder Chlorverbindungen gebleicht wurde. Die gebräuchlichsten Alternativen sind heute Sauerstoff und Wasserstoffperoxyd. Solche Papiere werden mit der Abkürzung «TCF = Totally Chlorine Free» gekennzeichnet.

Crack Back Plus Die Kerbung läuft im Abstand von 32 mm diagonal über das Trägerblatt. Dadurch muss bei der Nutzenmontage auch bei kleinen Etiketten keine Rücksicht auf die Kerbung genommen werden.

 
De-Inking Entfernung der Druckfarbe aus Altpapier zur Gewinnung von Sekundärfasern. Der aus bedrucktem Altpapier gewonnene Faserbrei wird mit Seife und Natronlauge «gewaschen». Dabei lösen sich die Druckfarben und können als Schaum abgeschöpft werden. Dieser wird eingedickt, verbrannt und die Asche wird deponiert.

Diazomaschinen Kopiergeräte, die mit beschichteten Papieren auf Diazobasis arbeiten.

Dimensionsstabilität Luftfeuchtigkeitsschwankungen können beim Offsetdruck die Dimension des Papierbogens verändern, was sich in Passerdifferenzen auswirkt. Die Dimensionsstabilität eines Papiers lässt sich mit einem Feuchtdehnungsmessungsgerät berechnen.

DIN-Formate Festgelegte Normformate, unterteilt in A, B und C. Die Formate der A-Reihe werden für Briefbogen, Zeitschriften, Bücher, Prospekte usw. verwendet. Die B- und C-Formate sind vorwiegend Hüllformate für Kuverts, Mappen usw.

dpi Dot per inch = Punkte pro Zoll (2,54 cm). Anzahl der dpi ergibt die Auflösung des Bildes an. Höhere dpi bedeuten eine bessere Auflösung.

Druckschwierigkeiten Für die Verarbeitung des Papiers gibt es optimale klimatische Bedingungen. Grössere Unterschiede in der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit bereiten den Druckern und Verarbeitern oftmals grosse Schwierigkeiten. Temperaturen zwischen + 18°C und + 20°C, sowie eine relative Luftfeuchtigkeit von 55 - 65 % sind für das Papierlager und den Verarbeitungsraum richtig. Vor allen Dingen bei Mehrfarbendrucken auf gleichbleibende Temperatur und Luftfeuchtigkeit bei allen Farben achten.

Duoformer Obersieb für Langsiebpapiermaschinen, das eine zusätzliche Entwässerung der Papierbahn nach oben bewirkt. Dadurch entstehen eine schnellere Produktion, keine Zweiseitigkeiten des Papiers und gleichmässigere Oberflächen.

Durchforstung Durchforstung des Waldes ist notwendig, um ein gesundes Wachstum der Bäume zu gewährleisten. Aus dem Gesichtspunkt der Waldpflege heraus, müsste heute noch mehr durchforstet werden, als dies bisher geschieht. Problem bei der Durchforstung ist, dass einzelne Bäume gefällt werden, die Nachbarbäume aber stehenbleiben sollen. Daher können keine hochmechanisierten Verfahren angewendet werden. Als Nutzholz nicht einzusetzen, findet das Durchforstungs- oder Schwachholz hauptsächlich Verwendung in der Zellstoff- und Papierindustrie.

Dünndruckpapier Siehe Bibeldruckpapier

 
ECF Bei der Zellstoffbleiche wird kein Chlorgas (Elementarchlor) verwendet. (ECF = Elementary Chlorine Free).

Echtpergament Holzfreies, fettabweisendes Papier, das in Schwefel getaucht wurde (Pergamentierung).

Egoutteur Zylinder auf der Siebpartie, der die Oberfläche ausgleichen soll. Gleichzeitig kann ein echtes Wasserzeichen aufgebracht werden.

Einseitig gestrichene Papiere Kommen bei Flaschenetiketten, Dosenbändern, Buchhüllen usw. zum Einsatz.

Einseitig glatt Durch den einseitigen Einsatz eines Glättezylinders beim Trocknen in der Papiermaschine weist das Papier nur eine glatte Seite auf.

Endlospapier Rollen-Druckpapier für Endlos-Druckmaschinen sind meistens holzfrei, oder sie werden bis zu einem gewissen Anteil aus Sekundärfasern recyclet. Deren Papierstärken bewegen sich zwischen 40 und 80 g/m2.

Entrinden Faserstoffe werden aus Holz gewonnen, wobei die Baumrinden vorgängig maschinell enfernt werden müssen.

Entwässerung Die eigentliche Papierblattbildung erfolgt auf dem Sieb der Papiermaschine, wo das in der Fasersuspension enthaltene Wasser abfliesst. Diesen Vorgang nennt man Entwässerung.

Esparto-Papiere Druckpapiere, die weich, materialstark und speziell undurchsichtig (opak) sind.

Etikettenpapier Papiere, die sich speziell für die Etiketten-Produktion eignen. Diese müssen sehr gute drucktechnische Eigenschaften aufweisen. Besonders dabei sind die Nassfestigkeit, Rollneigung, Reissfestigkeit, der Bruchwiderstand sowie die Laugendurchlässigkeit und die Stanzfestigkeit.

 
Falzen Beim Falzen eines Papiers wird die Oberfläche der äusseren Seite gespannt und die der inneren Seite gestaucht. Diese Beanspruchung hat bei gestrichenen Papieren sehr oft ein Aufreissen des Striches auf der äusseren Seite des Falzes zur Folge. Solange der Falz nur unbedruckte Stellen durchquert, ist diese Erscheinung soweit nicht störend. Sobald aber bedruckte Stellen oder gar bedruckte Flächen davon betroffen sind, wird ein aufgebrochener Strich sichtbar. Eine Ursache des Aufreissens kann eventuell in der falschen Laufrichtung des betreffenden Papiers liegen. Es kann aber auch möglich sein, dass die betreffenden Rillwerkzeuge bzw. die Prägetiefe der Rillnute nicht auf die zu verarbeitende Papierqualität abgestimmt wurde. Grundsätzlich sollten gestrichene Papiere ab einem Gewicht von 100 g/m2 aufwärts vor dem Falzen gerillt werden. Man sollte bereits bei der Planung und Gestaltung einer Drucksache darauf achten, dass der Falz nicht durch bedruckte Stellen führt. Es ist zu empfehlen, im Voraus mit dem beabsichtigten Druckstoff Probefalzungen zu machen. Bei einer exakten Rillung sollte Folgendes beachtet werden: - Dicke der Rillnutenlinie - Rillnutenbreite - Die Einstauchtiefe muss im entsprechenden Verhältnis zur Materialdicke stehen.

Falzzahl Mass für die Festigkeit eines Papiers. Die Falzzahl sagt aus, wieviel Doppelfalzungen ein Versuchsstreifen durchlaufen kann, bevor er zerreisst.
Farbort Entgegen dem Weissegrad bestimmt der Farbort den Eindruck der Papierweisse, die rötlich, grünlich oder bläulich sein kann.

Farbstoffe Farbstoffe kommen vor oder nach der eigentlichen Papierproduktion zum Einsatz. Entweder werden sie der Papiermasse beigegeben, um dem Endprodukt von Anfang an eine definierte Färbung zu verleihen, oder beim Streichen zugegeben (gestrichene Papiere). Auch möglich ist, Farbstoffe erst in der Leimpresse (Oberflächenfärbung) einzusetzen, wobei sich die Färbung dann auf die Oberfläche des Papiers beschränkt.

Faserstoffe Faserstoffe, Holzschliff und Zellstoff, Altpapier, Hadern oder synthetische Faserstoffe - sind die Rohmaterialien für die Papierherstellung.

Feuchtprobe Mit der sogenannten Feuchtprobe kann die Laufrichtung eines Papiers ermittelt werden.

Filze Die noch feuchte Papierbahn wird in der Papiermaschine von den Filzen zur Entwässerung durch die Pressenpartie und anschliessend durch die Trockenpartie geführt. Diese Filze - speziell gewobene Tücher - pressen dabei die feuchte Masse gegen dampfbeheizte Trockenzylinder.

Filzmarkierung Markierung des Filzgewebes der Papiermaschine auf der Siebrückseite des Papiers.

Filzseite Die bei der Blattbildung auf einer Langsiebpapiermaschine oben liegende Seite des Papiers. Dadurch entsteht eine gewisse Zweiseitigkeit. Bei Papieren, die auf Doppelsiebmaschinen hergestellt werden, ist die Zweiseitigkeit deutlich geringer. Dabei wird nach Siebseite (SS) und Oberseite (OS) unterschieden.

Flotationsverfahren Wird zum Herauslösen der Druckfarbe aus Altpapier angewendet. Auch De-Inking genannt.

Flächengewicht Das Flächengewicht - oder auch Papiergewicht/Grammgewicht - wird durch das Gewicht eines Papiers oder Kartons pro Quadratmeter (in Gramm) definiert. Zur Bestimmung des g/m2 können 16 Blatt A4 auf eine Waage gelegt werden. Dies entspricht einem Quadratmeter.

Foils Stationäre, bogenförmige Kunststoffleisten, die die beweglichen Langsiebe (Sieb) der Papiermaschine tragen. Diese entfernen das Wasser an der Unterseite der Siebpartie durch Abstreifung und Sogwirkung. Sie sind ein Bestandteil der Papier-Entwässerung.

Frischfaser Papier Papier aus Faserstoffen ohne Anteil von Sekundärfasern.

 
Gautschen In der klassischen Papierherstellung legte man das noch nasse Papierblatt vom Handsieb auf einen Filz, das Gautschen. Aber auch noch heute werden hohe Flächengewichte (mehrheitlich Karton) durch Gautschen hergestellt. Dabei werden die nassen Papierbahnen aufeinander «gelegt» und auf diese Weise miteinander verbunden.

Geklebter Karton Geklebter Karton weist eine sehr hohe Feuchtigkeit auf, weil er durch das Zusammenkleben mehrerer Papierbahnen hergestellt wird. Diese Bahnen können von unterschiedlicher Beschaffenheit sein.

Geprägtes Wasserzeichen Zeichen oder Muster, die auf das bereits oder stark entwässerte Papier mittels einer Prägeform mit sehr hohem Druck aufgepresst werden. Diese Wasserzeichen verschwinden bei der Zugabe von Feuchtigkeit, da die Fasern nur zusammengepresst werden.

Geripptes Papier mit Wasserzeichen Ein Papiererzeugnis, das mit einem Egoutteur auf der Langsiebmaschine hergestellt wird. Dieses Papier weist eng aneinanderliegende Linien auf und ist mit einem Wasserzeichen versehen.

Gestrichene Papiere Papiere, die zur Verbesserung der Oberflächenglätte, des Glanzes, der Weisse und der Bedruckbarkeit einen Strich aufweisen. Sie bestehen aus hochwertigen natürlichen Pigmenten, Bindemittel, sowie verschiedenen Hilfsstoffen. Unbedingt folgende Punkte beachten: Verwenden Sie nur scharf geschliffene Messer, ein Gegenschnitt von mind. 3 mm ist unerlässlich. Die auf dem Schneidetisch abgestossene Schnittkante darf niemals gegen die sauber hinter dem Messer liegende Kante aufgestossen werden. Unterlassen Sie das Abbürsten der Schnittkanten auf jeden Fall (beim Halbieren ohne Gegenschnitt muss die abgestossene Schnittkante mit einem Gemisch von 50 % Wasser und 50 % Glyzerin mit einem staubfreien Lappen leicht abgerieben werden).

Glättwerk Durch den Druck und eine gewisse Friktion wird die Papieroberfläche vor der Aufrollung geglättet. Auf diese Weise entstehen die sogenannten «maschinenglatten Papiere».

Grafische Papiere Grafische Papiere sind Druck- und Schreibpapiere sowie multifunktionale Papiere. Nach dem Ausgangsmaterial werden holzfreie (aus reinem Zellstoff, lignin- und harzfrei) und holzhaltige (überwiegend aus Holzschliff hergestellte) Papiere unterschieden.

Granuliertes Papier Papiere, die eine Körnung aufweisen. Diese wird durch Prägung erzeugt.

Gussgestrichene Papiere Papiere und Kartons mit einer sehr glatten, glänzenden Oberfläche. Dieser Glanz entsteht nicht durch die Satinage im Kalander, sondern mittels einer Kontakttrocknung gegen einen heissen Chromzylinder. Die Papiere und Kartons nehmen in der Folge die spiegelglatte Struktur des Zylinders auf.

 
Hadern Hadern (Lumpen) waren bis weit ins 18. Jahrhundert das einzige Rohmaterial. In der heutigen Papierherstellung haben Textilfasern gerade noch einen Anteil von einem Prozent des gesamten Rohstoffverbrauchs. Eingesetzt werden sie vor allem für anspruchsvolle Papiere, wie z.B. Banknoten- oder Dokumentenpapiere.

Hadernhaltiges Papier Für Wertschriftenpapiere, Banknoten, Zeichenpapiere usw. wird ganz oder teilweise aus Textilfasern (Hadern, mehrheitlich Baumwolle) hergestellt.

Halbstoffe Meist trocken (mit Ausnahme des Holzschliffs) angelieferte Faserstoffe, Hadern, Zellstoff, Altpapier, die unter Zugabe von Wasser und Hilfsstoffen zur eigentlichen Papiermasse aufbereitet werden.

Handgeschöpfte Papiere Handgeschöpfte Papiere werden heute nur noch in ganz spezialisierten Betrieben und entsprechend selten hergestellt. Die «Echtbüttenpapiere», die im Handel erhältlich sind, werden auf der Rundmaschine hergestellt.

Hanf In Europa und Asien kultivierte, bis zu 3,5 m hohe Einjahrespflanze, die zur Herstellung von Zellstoff und Papier genutzt wird.

Hilfsstoffe Als Hilfsstoffe werden u.a. Füllstoffe, Farbstoffe und Leim bezeichnet. Andere Hilfsstoffe, wie z.B. Kunstharze, werden dann eingesetzt, wenn von den Papieren besondere Eigenschaften verlangt werden.

Holz Für die Gesundheit unserer Wälder werden nicht genügend Bäume gefällt. Anstatt der nach dem eidgenössischen Forstinventar verfügbaren 6 Mio. m3 werden jährlich lediglich 4,5 Mio. m3 gefällt. Die Schweizerische Papier- und Zellstoffindustrie verarbeitet etwa 25 % davon, und zwar jene Bestandteile, die für andere Zwecke kaum brauchbar sind: Sägereiabfälle, abgebrochene Aeste und brüchiges Holz aus Unterhalts- und Lichtungsholzungen. Für die Papierherstellung wird Nadelholz bevorzugt, weil es längere Fasern liefert als Laubholz. Die kürzeren Laubholzfasern werden für grafische Papiere sowie für Chemie- und Kunstfaserzellstoff verwendet.

Holzfreie Papiere Werden ausschliesslich aus Zellstoff hergestellt. Diese Papiere und Kartons enthalten zwar Holz (Zellstoff), aber keinerlei Holzschliff. Der Zellstoff wird chemisch aufbereitet und hat eine hohe Alterungsbeständigkeit.

Holzhaltige Papiere Werden mit einem höheren Anteil von verholzten Fasern (Holzschliff) hergestellt und weisen deshalb eine niedrigere Festigkeit als Papiere aus Zellstoff auf. Holzhaltige Papiere vergilben rasch und haben eine geringe Alterungsbeständigkeit.

Holzschliff Das frischgeschnittene Durchforstungsholz, mehrheitlich Fichten und Tannen, wird in Holzprügel zugeschnitten und entrindet. Unter einem Wasserstrahl reisst der rotierende Stein des Schleifers feuchte Fasern aus dem Holz, die dann von Aesten und gröberen Holzstücken gereinigt werden. Der daraus aufbereitete flüssige Brei wird in einem Eindicker zu einer Konsistenz von 35 bis 40 % angetrocknet und für die Lagerung und den Transport zur Papierfabrik zu Platten gepresst. Der «mechanische Brei» Holzschliff ist ein Zellstoff, der zur Herstellung von Papieren mit starker Opazität, geringer Reissfestigkeit und relativ schneller Vergilbung verwendet wird.

 
Impact-Drucker Übertragen die Zeichen mittels Aufschlag auf die Druckträger (z.B. Nadeldrucker).

Inkjet-Papier Oberflächenveredeltes Papier für ein berührungsloses Druckverfahren. Das Druckbild entsteht durch winzige Tintentröpfchen, die computergesteuert auf das Papier, das deshalb schnell aufnahmefähig sein muss, gespritzt werden.

Integrierte Papierfabriken Papierfabriken, die sämtliche Stufen - von der Holzgewinnung aus dem eigenen Wald bis zur fertigen Papierherstellung - unter einem Dach vereinen.

 
Kalander Maschine zum Glätten (satinieren) von Papier.

Kaolin Natürlicher Füllstoff für die Papierherstellung. Wasserhaltiges Aluminiumsilikat, das in Schwefelsäure mit und ohne Druck im Kessel aufgeschlossen wird.

Karton Ein- oder mehrlagige Kartons sind entweder gegautscht oder geklebt. Mehrlagige, gegautschte Kartons bestehen aus (teilweise auch unterschiedlichen) Faserschichten, die auf einer Langsiebmaschine oder einer Rundlangsiebmaschine einzeln hergestellt und nass übereinandergelegt werden. Die Fasern der einzelnen Schichten verfilzen miteinander (Gautschen) und werden dann auf einer Endlosbahn gepresst und getrocknet.

Kaschieren/Kleben Das Zusammenkleben mehrerer Papier- oder Kartonbahnen.

Kochung Hackschnitzel werden mit Säure oder Lauge unter Temperatur- und Druckeinwirkung aufgeschlossen. Durch diesen chemischen Prozess entstehen Zellstoffe aus Holz.

Kopierpapier Naturpapiere weiss und farbig, die sich besonders für die Anfertigung von Fotokopien, auf meist xerografischem Wege, eignen. Kopierpapier ist auf die Anforderungen der Kopiergeräte abgestimmt und mit Sorgfalt hergestellt. Um die Kopiereigenschaften nicht zu beeinträchtigen, empfehlen wir die Beachtung folgender Hinweise: 1) Bitte lassen Sie die Temperatur des Papierstapels an die Raumtemperatur angleichen, solange das Papier noch eingeriest ist. 2) Bitte bedrucken Sie jene Seiten des Kopierpapiers, welche auch im Kopiergerät zuerst bedruckt wird. Diese Seite ist auf der Packung mit einem Pfeil markiert. 3) Das Kopierpapier ist trockener gearbeitet als Druckpapiere. Die Stapelfeuchte ist niedriger als Ihre Raumfeuchte, daher: Oeffnen Sie das Ries erst kurz vor dem Druck und schützen Sie den bedruckten Stapel gegen die Raumfeuchte sofort mit einer PE-Haube. Fahren Sie im Nassoffset mit geringst möglicher Wasserführung (Alkoholfeuchtung oder Trockenoffset).

Kraftliner Ein Kraftpapier, hergestellt aus gebleichtem oder ungebleichtem Kraftzellstoff. Wird für Deckschichten von Well- oder Vollpappe eingesetzt.

Kraftpapier Aus mindestens 90 Prozent frischem, mehrheitlich ungebleichtem Kraftzellstoff (Sulfatzellstoff) hergestellt. Kraftpapiere weisen eine sehr hohe Festigkeit und Beständigkeit auf.

Kunstdruckpapiere Kunstdruckpapiere sind gestrichene Papiere, die durch Beschichtung in einer besonderen Streichanlage eine glänzende oder auch matte, ebene und geschlossene Oberfläche erhalten haben. Auf ihnen lassen sich Bilder mit feinstem Raster im Offsetdruck wiedergeben.

 
Langsiebmaschine Die 1799 erfundene Langsiebmaschine ist noch heute die meistbenutzte Ausführung einer Papiermaschine. Sie besteht aus einer endlos umlaufenden, flachen Siebbahn, die von einer Reihe von Walzen oder Stützleisten getragen wird.

Laserdruckpapier Für den Laserdrucker oder Fotokopierer. Dieses Papier weist eine gleichmässige Oberfläche auf und hat eine relative Feuchtigkeit von 30 bis 35 %. Die Oberfläche ist für eine bestmögliche Tonerhaftung sowie für die sofortige elektrische Entladung im Laserdrucker speziell präpariert.

Laubholz Wird für die Gewinnung von Zellstoff benötigt. Mehrheitlich werden Rotbuche, Birke, Pappel und Eukalyptus eingesetzt, woraus sich Fasern von ca. 1 mm Länge und 0.03 mm Breite ergeben (Kurzfasern).

Laufrichtung Die Laufrichtung spielt für die Weiterverarbeitung eine entscheidende Rolle, denn das Papier hat in der Laufrichtung die grössere Festigkeit als in der Querrichtung. Unterschieden werden Schmalband (SB), Breitband (BB) sowie Wechselband (WB).

Leim Erst durch den Einsatz von Leim wird das Papier beschreib- und bedruckbar. Zudem erhält es durch ihn besondere Eigenschaften. In der mehrheitlich angewandten Stoffleimung wird der Leim der Papiermasse bereits vor der Verarbeitung beigegeben. Bei speziellen Papieren ist jedoch auch eine nachträgliche Oberflächenleimung innerhalb der Trockenpartie der Papiermaschine möglich.

Leimpresse Die Leimpresse befindet sich innerhalb der Papiermaschine, nach der ersten Trockenpartie. Sie trägt auf beiden Seiten der Papierbahn einen dünnflüssigen Leim oder einen leichten Strichauftrag auf (Harzleimung). Dadurch wird u.a. die Gefügefestigkeit eines Papiers verbessert.

Lichtechtheit Keine Farbveränderung durch UV-Strahlung.

Lignin Ist im Holz neben der Zellulose und weiteren Bestandteilen enthalten und bewirkt dort eine Versteifung der Fasern. Im Papier ist Lignin eine unerwünschte Beigabe, weil es dieses schnell vergilben lässt. Deshalb wird Lignin bei der Zellstoffgewinnung durch einen chemischen Prozess von der Zellulose weitgehend getrennt.

Linters So heissen die dem Baumwollsamen nach der Bearbeitung noch anhaftenden Samenhaare. Linters werden für Papiere von besonderer Weichheit, hoher Dauerhaftigkeit und Saugfähigkeit (z.B. Banknoten) eingesetzt.

Luftfeuchtigkeit, relative Wichtig für die Papierlagerung und -verarbeitung. Die idealen Werte betragen 50 bis 55 % bei Temperaturen zwischen 18 und 23 °C.

Luftpostpapier Aeusserst leichtes (25 - 30 g/m2), dünnes, festes und meist holzfreies Schreibpapier.

Lumpen Siehe Hadern.

Lutro Lutro - «lufttrocken». Gibt den Trockengehalt eines Papiers oder Zellstoffs an. Im Gegensatz zu atro («absolut» trocken, 0 % Feuchtigkeit) wird bei lutro ein üblicher und für das Papier notwendiger Feuchtigkeitsgehalt als Basis eingesetzt. Für Zellstoff und Holzschliff gilt die Regel 90:100 resp. 90 Teile Stoff und 10 Teile Wasser.

LWC Leicht gestrichene Papiere für Versandhauskataloge, Illustrierte oder Zeitschriften. (LWC = Light-weight Coated).

Löschpapier Wird in röscher Mahlung hergestellt und zeichnet sich dadurch aus, dass es Flüssigkeit aufsaugen kann.

 
Mahlung Damit die Faserstoffe bestimmte Eigenschaften erreichen, werden sie vor ihrem Einsatz in der Papierherstellung mechanisch gemahlen. Man unterscheidet grob zwischen den Mahlungszuständen «lang und rösch», «lang und schmierig» sowie «kurz und schmierig».

Maschinengestrichene Papiere Die Technik des Streichens bestand früher darin, die Farbe (Pigmente, Bindemittel) mit einem grossen Pinsel aufzutragen und die Bogen aufgehängt trocknen zu lassen. Daher rührt auch der Name. Ab ca. 1860 wurde das Papier dann in der Papiermaschine gestrichen. Der (noch aus den 50-er Jahren stammende) Sammelbegriff für Offset-, Hoch- und Tiefdruckpapiere wird heute noch verwendet, obwohl Papier heute mehrheitlich nicht mehr direkt in der Papiermaschine gestrichen wird.

Maschinenglatt Papiere, die das Glättwerk der Papiermaschine durchlaufen haben. Zur Steigerung der Oberflächenqualität können diese nachträglich auch noch satiniert und/oder gestrichen werden.

Mattgestrichene Papiere Gestrichene Papiere, die eine matte und relativ raue Oberfläche aufweisen. Im Gegensatz dazu gibt es auch glänzend und halbmatt gestrichene Papiere.

Melieren Gefärbte Fasern werden dem Papierstoff beigemischt.

Mischbütte Holzschliff und Zellstoff werden nach der Mahlung mit Füllstoffen und den übrigen Zusätzen in der Mischbütte gemischt.

Molette-Wasserzeichen Ein sogenanntes unechtes Wasserzeichen, das durch die Verdichtung (Prägung) der feuchten Papierbahn nach Verlassen des Langsiebes hergestellt wird. Diese Zeichen lassen sich durch Befeuchten wieder entfernen.

Multifunktional Multifunktional bezeichnet man Papiere, die für mehrere Drucktechniken einsetzbar sind. So z.B. multifunktionales Offsetpapier, geeignet für Offsetdruck, Ink-Jet, Laserkopierer, Laserdrucker.

 
Nassfeste Papiere Zeichnen sich dadurch aus, dass sie nach vollständiger Durchtränkung mit Wasser noch mindestens 20 % ihrer normalen und lufttrockenen Festigkeit aufweisen sollten.

Nasspartie Blattbildungsbereich einer Papiermaschine.

Nassreissfestigkeit Besonders wichtig für Plakat-, Etiketten-, Banknoten- oder Landkartenpapiere.

Naturpapier Hat im Gegensatz zum gestrichenen Papier keine Veredelung durch Strichauftrag. Naturpapier wird auch als ungestrichenes Papier bezeichnet.

Non-Impact-Drucker Drucker, die ohne Berührung arbeiten (z.B. Laserdrucker, Xerografie, Ink-Jet-Drucker). 

Oberflächenleimung Wird in der Leimpresse der Papiermaschine auf die Oberfläche des Papiers aufgetragen.
Offsetpapier Vollgeleimtes, maschinenglattes, nicht rupfendes und nicht stäubendes Papier.

Opazität Fachbezeichnung für die Undurchsichtigkeit eines Papiers. Opazität ist besonders wichtig bei grafischen Papieren, die z.B. beidseitig bedruckt werden sollen. Durch die Zugabe von mehr Holzschliff oder von Füllstoffen wie Kaolin, Talkum oder Titandioxid kann die Opazität gesteigert werden. Dabei entsteht zudem auch eine glattere Oberfläche.

Optische Aufheller Farblose Substanzen, zur Absorption der ultravioletten Strahlen. Durch die Zugabe solcher Substanzen wird der Weissegrad von Naturpapieren sowie von gestrichenen Papieren erhöht. Optische Aufheller können im Papier durch UV-Licht sichtbar gemacht werden. Sie sind nicht alterungsbeständig, da sie sich mit der Zeit zersetzen.

Oxidativ trocknende Farbe Spezialfarben für den Foliendruck und andere Bedruckstoffe, die keine Saugfähigkeit haben. Die Trocknung erfolgt ausschliesslich durch Oxidation.

 
Papier Erzeugnis aus freigelegten Pflanzenfasern. Diese werden in einer wässrigen Suspension miteinander verfilzt und unter Zusatz von Hilfsstoffen (Füllstoffe, Farbstoffe oder Leim) zu Blattformen verarbeitet.

Papierformate Siehe DIN-Formate.

Papiergewicht Siehe Flächengewicht.

Papiermaschine Hintereindander geschaltet: Stoffauflauf, Siebpartie, Pressenpartie, Trockenpartie und Aufrollung sind - bei sehr variablen Konstruktionsmöglichkeiten - die Standardelemente. Im Stoffauflauf wird der Faserbrei (mit bis zu 99 % Wasser aus der Aufbereitung) gleichmässig auf ein äusserst feines Endlossieb aufgebracht, das sich ständig fortbewegt und - ausser bei sehr schnellen Maschinen - auch seitlich geschüttelt wird. Hier verfilzen sich die Fasern zu einer einheitlichen, noch nassen Papierbahn («Blattbildung»). In dieser Siebpartie läuft überschüssiges Wasser durch das Sieb ab. Am Ende liegt der Wassergehalt noch bei etwa 80 %. Die Bahn ist dann bereits fest genug, um sie vom Sieb abzunehmen und mit Hilfe von Filzbändern in die anschliessenden Nasspressen zu leiten. Nach dieser weiteren Entwässerung, die den Wassergehalt auf gut 50 % reduziert, beginnt der längste Teil der Papiermaschine, die Trockenpartie. Auf bis zu 100 dampfbeheizten Trockenzylindern wird der Papierbahn der Rest der Feuchtigkeit entzogen. Daran können sich bis zum Aufrollen der Bahn auf einen Tambour noch verschiedene, nicht obligatorische Arbeitsgänge anschliessen. So kann ein Streichwerk eingeschaltet sein, in dem die Papierbahn auf halbem Wege zur endgültigen Trocknung noch gestrichen wird.

Papierprüfung Methoden und eine Vielzahl von Vorschriften und Normen, um Papier und Karton auf Eigenschaften, Beschaffenheit, Qualität und Güte nach genau definierten und nachvollziehbaren Methoden auf speziellen Prüfgeräten zu überprüfen.

Papiervolumen Das Papiervolumen zeigt das Verhältnis der Papierdicke zu seinem Gewicht. Bei normal gearbeiteten Papieren mit normaler Glätte spricht man von einem einfachen Volumen oder 1/1 Volumen. Bei gleichem Quadratmetergewicht ist ein Papier umso griffiger, je voluminöser es ist. Z.B. bei einem Gewicht von 100g/m2 1-faches Volumen = 0,100 mm Dicke. 1,25-faches Volumen = 0,125 mm Dicke. 1,5-faches Volumen = 0,150 mm Dicke. 1,75-faches Volumen = 0,175 mm Dicke. 2-faches Volumen = 0,200 mm Dicke. 2,2-faches Volumen = 0,220 mm Dicke.

Papyrus Vorgänger und Namensgeber unseres heutigen Papiers. Wurde aus dem Stengelmark eines schilfartigen Sumpfgewächses (Papyrus) hergestellt. Dieses wurde in Streifen geschnitten, kreuzweise übereinandergelegt und dann gepresst, gehämmert und getrocknet.

Pergamin Weitgehend fettdichtes, nicht aber nassfestes Papier, das aus fein gemahlenem Zellstoff hergestellt wird.

pH-Wert Der pH-Wert (potentia Hydrogenii) ist ein Messwert, mit dem bestimmt wird, ob eine Flüssigkeit chemisch neutral reagiert, ob sie Säure oder Lauge enthält und wie stark deren Intensität ist. Die Masszahl zeigt die Stärke der Wasserstoff-Ionenkonzentration an. Von 0-7 wird der Säuregehalt und von 7-14 der Alkaligehalt des Feuchtwassers oder des Papieres angegeben. Der pH-Wert 7 ist neutral (z.B. destilliertes Wasser). Der pH-Wert 6-1 bedeutet zunehmend sauer und die Zahlen 8-14 zunehmend alkalisch.

Plakatpapier Naturpapier mit besonderen Eigenschaften betreffend Bedruckbarkeit. Zudem erfüllt es spezielle technologische Voraussetzungen für das Einweichen vor der Plakatierung, für das Kleben und für die Witterungsbeständigkeit.

Planlage Wie ein Blatt Papier vor oder nach dem Kopieren oder Laserdrucken ohne Wölbung, Krümmung, also flach liegt.

Postconsumer-Waste Unbedruckte Papierabfälle.

Preconsumer-Waste Altpapier, bedruckt oder gefärbt.

Preprints In der Druckerei vorbedruckte Papiere (z.B. mit Firmenlogo). Der Endbenutzer bedruckt dann den Rest des Papiers selber (z.B. Firmenkorrespondenz).

Pressepartie Anschliessend an die Siebpartie folgt die Pressepartie. Hier erfolgt eine weitere mechanische Entwässerung und Verdichtung der Papierbahn.

Primärfaserpapiere Papiere, bei denen keine Recyclingfasern eingesetzt werden bzw. bei denen die Faser das erste Mal zur Herstellung von Papier verwendet wird.

Pulp Englische Bezeichnung für den aufbereiteten, produktionsfähigen Faserstoff.

Pulper Im Pulper (Stoffauflöser) werden Zellstoff, Holzschliff oder Altpapier der Papierindustrie so stark aufgelöst und mit Wasser vermischt, dass sie pumpfähig und der Verarbeitung zugeführt werden können.

 
Querschneider Zum Schneiden von Papierbahnen vorbestimmter Breite in Bogen. Die Papierbahnen laufen dabei in einer oder mehreren Schichten übereinander oder unter einem Quermesser hindurch, das exakt auf das gewünschte Mass eingestellt ist.

 
Radierfestigkeit Die Radierfestigkeit eines Papiers (z.B. bei Zeichenpapieren/-kartons oder Transparentpapieren) wird durch eine Imprägnierung oder Leimung erreicht.

Rakelstreichmaschine Für die Herstellung von gestrichenen Papieren. Die Streichfarbe wird zuerst im Ueberschuss auf die Papierbahn übertragen und anschliessend mit einer flexiblen Stahlklinge (Rakel) gleichmässig dosiert und egalisiert.

Randwelligkeit des Papiers Ungünstige Klimaeinflüsse können beim Papier unerwünschte Welligkeit hervorrufen. Durch Aufnahme von Feuchtigkeit von den Papierrändern quellen die Fasern und es entstehen Wellen an den Papierkanten.

Raster Mit Hilfe von Rastern werden kontinuierliche Halbtöne in druckfähige Elemente zerlegt. Die Druckvorlage muss in regelmässigen Linien oder Punkten angefertigt werden. Die Anzahl der Rasterlinien pro cm gibt die Rasterweite wieder (Grobraster: 32 Linien/cm, Feinraster über 80 Linien/cm). Eine neue Technik, bei der die Rasterpunkte unregelmässig aufgebaut sind, ist der frequenzmodulierte Raster. Auf diese Weise wird eine sehr hohe Detailwiedergabe erreicht.

Recycling Die Wiederverwertung bereits gebrauchter Materialien sowie ein wesentlicher Bestandteil des Umweltschutzes und der Rohstoffökonomie. Der Grundgedanke des Recyclings (abgeleitet vom griechischem Wort «Cyclos» = Kreis) wird von der Papierindustrie seit jeher systematisch ausgebaut.

Refiner Ersetzt den früher verwendeten Holländer zur Mahlung von Faserstoffen für die Papierherstellung. Der wesentliche Unterschied: Refiner mahlen zwischen Messern.

Reissfestigkeit Stärkste Belastung, die ein Papier aushalten kann, bevor es zerreisst.

Ries Stammt vom arabischen Wort «rizma» = Ballen. Bedeutet eine variable Menge von Papierbogen, die in einem Ries-Einschlagpapier verpackt sind.

Rillfähigkeit Wichtiges Qualitätsmerkmal für Karton.

Rollenschneider Teilen die Papierbahn in Längsrichtung ein- oder mehrmals. Dabei läuft die Bahn mit hoher Geschwindigkeit über scharfe Messerrollen (Tellermesser), die sich exakt auf die Bahnbreiten einstellen lassen. Zur Erreichung bestimmter Papierformate werden die Bahnen zusätzlich noch über einen Querschneider geführt.

Rundsiebmaschinen Rundsiebmaschinen arbeiten nicht wie Langsiebmaschinen mit flachen Siebbahnen, sondern mit Siebzylindern. Diese Rundsiebe rotieren meist in mit Faserbrei gefüllten Trögen. Dabei setzt sich der Papierstoff auf dem Sieb ab, das Wasser läuft nach innen ab. Das so gebildete Papierblatt wird dann mit einer Filzbahn vom Rundsieb abgehoben und durchläuft die gleichen Stationen wie auf den Langsieb-Papiermaschinen. Rundsiebmaschinen haben den Vorteil, dass sich mehrere Zylinder so hintereinander aufstellen lassen, dass mehrere Papierbahnen nass zusammengeführt und zu einer stärkeren Bahn vereinigt werden können. Deshalb setzt man sie vorwiegend zur Herstellung von Karton oder Pappen ein. Rundsiebmaschinen werden aber auch zur Herstellung von Wertschriften- und Banknotenpapieren eingesetzt. Auf diesen Maschinen können natürlich echte Wasserzeichen hergestellt werden.

Rupffestigkeit Wichtige Voraussetzung für Papiere, die im Offset bedruckt werden.

Rösche Mahlung Niedriger Mahlgrad (Mahlung) zur Bearbeitung von Faserstoffen (z.B. Löschpapiere).

 
Satinage Damit das Papier Glanz und Glätte erhält, wird es auf dem Kalander durch übereinanderliegende, wechselweise angeordnete Walzen geführt. Das Glätten erfolgt unter Wärme, Reibung und Druck.

Satiniert Wenn die Oberflächenqualität von geglätteten Papieren für deren Verwendungszweck (bedrucken mit feinem Raster) nicht ausreicht, werden diese satiniert. Die Satinage erfolgt auf einem Kalander, einem System übereinanderliegender, meist beheizter Stahlgusswalzen und Papierwalzen, durch die das Papier schlangenförmig hindurchgeführt wird.

Schleifen Der Holzschliff wird auf mechanischem Weg durch Schleifen (mit Schleifsteinen) von entrindeten Nadelhölzern hergestellt. Dabei wird Wasser zugesetzt. Ausser den Zellstofffasern bleiben auch die Holzbestandteile Lignin und Harz in der Fasermasse enthalten. Aber das Lignin lässt das Papier rasch vergilben, weshalb es hauptsächlich für kurzlebige Verwendung (z.B. Zeitungspapier) eingesetzt wird.

Schmalbahn Faserverlauf parallel zur längeren Seite.

Schmierige Mahlung Hoher Mahlgrad (Mahlung) zur Bearbeitung von Faserstoffen (z.B. für Transparentpapier).

Schreibmaschinenpapier Weisse oder farbige Naturpapiere, speziell konzipiert für die multifunktionale Anwendung im Büro. Multifunktionale Papiere.

Schreibpapiere Weisse oder farbige, holzfreie oder holzhaltige aber auch mit Sekundärfasern gefertigte Papiere mit Oberflächenleimung. Durch eine Satinage erhalten sie im Kalander eine verdichtete und glatte Oberfläche.

Schönseite Siebseite.

Sekundärfasern Sekundärfasern für die Papierherstellung werden ausschliesslich aus Altpapier gewonnen.

Selbstdurchschreibepapier Funktionspapiere für die Herstellung von Mehrfachgarnituren. Weiss und in mehreren Farben.

Sieb Aus Drähten oder Kunststoff gewobenes Metalltuch. Dieses dient als endlose Bahn einer Langsiebpapiermaschine der Blattbildung und Entwässerung der Fasersuspension, die vom Stoffauflauf aufgebracht wird.

Siebpartie Teil der Papiermaschine.

Siebseite Siebseite nennt man die Seite des Papiers, die bei der Blattbildung in der Papiermaschine auf dem Sieb liegt. Oft ist sie (vor allem bei niedrigen Qualitäten) an einem leichten Abdruck des Sieb-Metallgewebes zu erkennen. Die dem Sieb abgewandte Seite wird wegen der glatteren Oberfläche als «Schönseite» oder «Schöndruckseite» bezeichnet. Aus der Verschiedenheit der beiden Oberflächen ist in der Sprache der Papierhersteller der Begriff «Zweiseitigkeit» entstanden.

Spiegelglanz Siehe Gussgestrichene Papiere.

Stoff Fasern, Faservermengungen und Zutaten aller Art werden mit Wasser vermischt.

Stoffaufbereitung Behandlung und Veränderung von Fasern. Entsprechend der zu produzierenden Papierqualität werden Faserstoffe und Zusätze im gewünschten Verhältnis gemischt.

Stoffauflauf Wichtiger Bestandteil der Papiermaschine. Er hat die Aufgabe, den Stoff nach der Stoffaufbereitung dem Sieb in einer vorgegebenen Menge zuzuführen.

Streichmaschine Zur Herstellung von gestrichenen Papieren. Auf dieser Maschine werden bestimmte Streichfarben auf die Oberfläche des eigentlichen Trägerpapiers oder Rohpapiers übertragen.

Sulfatzellstoff Entsteht durch Kochen von Holzschnitzeln in Aetznatronlauge mit Schwefelnatriumgehalt. Die alkalische Kochung ermöglicht es, auch harzhaltige Hölzer einzusetzen, da das Harz beim Kochen verseift wird. So wird es möglich, die für die Papierfestigkeit günstigen, langen Fasern der Kiefer auszuschliessen (Zellstoff). Das Sulfatverfahren bringt einen sehr festen, zähen Zellstoff hervor, Sulfatzellstoff ist schwieriger zu bleichen als Sulfitzellstoff.

Sulfitzellsotff Wird aus Schnitzeln von zerhacktem Fichten- oder Laubholz in einer Lösung aus Kalzium- oder Magnesiumbisulfit und schwefliger Säure gekocht. Gegenüber dem Sulfatzellstoff hat der Sulfitzellstoff den Nachteil der kürzeren Fasern (geringere Papierfestigkeit). Dafür ist er leichter zu bleichen.

SWAN LABEL Umweltzeichen für nordische Feinpapiere. Zielsetzung: Der nordische Schwan soll dem Käufer helfen, unter dem Warenangebot die am wenigsten umweltbelastenden Produkte auszuwählen. Dieses Label wird vom Institut für Normung SIS vergeben. Eine neutrale und internationale Kontrollinstanz beurteilt nicht nur das Produkt, sondern auch den Herstellungsprozess sowie den gesamten Lebenszyklus hinsichtlich aller direkt oder indirekt auftretender Umweltbelastungen. Die Verpackung gilt normalerweise als Teil des Produktes und wird deshalb in die Beurteilung mit einbezogen.

Säurefrei Ein säurefreies Papier muss folgende Kriterien erfüllen: Das Naturpapier muss aus 100 % gebleichtem Zellstoff -ohne verholzte Fasern- hergestellt sein, einen pH-Wert von 7,5 - 9 aufweisen und einen Calciumcarbonat-Anteil von mindestens 3 % enthalten.

 
Tambour Bestandteil der Papiermaschine: Rolle, auf der die Papierbahn am Ende ihres Laufes aufgewickelt wird.

TCF (TCF = Totally Chlorine Free). Das Produkt ist ohne Verwendung von Chlor und chlorhaltigen Verbindungen hergestellt worden.

Thermoaktives Papier Reagiert auf elektrische Spannung und Wärme, indem es sich an den entsprechenden Stellen schwarz verfärbt (z.B. Thermo-Fax-Papiere).

Tintenstrahlpapiere Siehe Inkjet-Papiere.

Tissue Sehr dünnes, weiches und holzfreies Rohmaterial für Hygienepapiere. Wird meistens mehrlagig verarbeitet (z.B. für Toilettenpapier, Papiertaschentücher oder Kosmetiktücher).

TMP Ein sogenannt thermomechanischer Holzstoff, TMP wird durch die Mahlung von Holzschnitzeln bei Temperaturen um 130° C hergestellt. Dieses Verfahren ermöglicht eine schonendere Zerlegung des Holzes als herkömmliche Holzschliffverfahren. (TMP = Thermo Mechanical Pulp).

Transparentpapier Papiere mit gleichmässiger und hoher Transparenz. Diese Transparenz wird durch eine sehr schmierige Mahlung erreicht. Um die notwendige Festigkeit zu erhalten, wird 100 % Zellstoff verwendet.

Triplexkarton Karton, der aus drei verschiedenen Stofflagen (Zellstoff, Altpapier und Holzschliff) besteht.

Trockenpartie Wesentlicher Bestandteil der Papiermaschine. Nach der mechanischen Entfernung des Wassers aus der Papierbahn in der Pressenpartie wird das Wasser in der Trockenpartie durch Wärmeeinwirkung entfernt.

 
Veredlung Gestrichene und beschichtete Papiere.

Vollfarbkopierer Kopierer mit vier verschiedenen Tonerfarben für farbige Kopien. Als Originale können Aufsichts- vorlagen oder Daten ab PC verwendet werden.

Vordrucke Verarbeitungs- und Lagerempfehlungen zum Reprintvorgang: Preprint-Papiere werden mit einer Feuchtigkeit von ca. 35 % ausgeliefert, also bedeutend trockener als Standard-Offsetpapiere mit einer Feuchte von ca. 50 % +/- 5 %. Grundsätzlich handelt es sich um ein zu trockenes Papier, also um ein Material, das nicht im Gleichgewicht der Raumfeuchte des Druckmaschinenraums, in der Regel 50-55 % relative Feuchte, steht. Die niedrige Feuchte, die während des Offsetdruckvorgangs um nicht mehr als 5 % zunehmen darf, verhindert, dass das Papier nach der Hitzefixierung im Laser oder Kopiergerät zuviel Wasser und damit seine ursprüngliche Planlage verliert. Dies würde zu Druckauslassungen, Papierstaus oder Problemen beim automatischen Zusammentragen führen. Die niedrige Feuchtigkeit hat jedoch zur Folge, dass das Preprint-Papier viel schneller und sensibler auf seine «feuchte» Umwelt reagiert als ein Standard Offsetpapier. Um ein funktionstüchtiges Produkt zu erhalten und Störung bei der Verarbeitung in Kopierern oder Laserdruckern zu vermeiden, bitten wir Sie daher, folgende Empfehlungen zu beachten: Vor dem Offsetdruck lagern Sie das Papier mindestens einen Tag im Drucksaal, damit es sich an die Temperatur dort gewöhnen kann. Nehmen Sie das Papier erst kurz vor dem Bedrucken aus der Klimaschutzverpackung, damit es keine Feuchtigkeit aufnimmt. Während des Offsetdrucks fahren Sie mit möglichst geringer Wasserführung. Das Papier darf während des Offsetdrucks maximal 5 % Feuchtigkeit zunehmen. Benutzen Sie wenn möglich ein Alkohol-Feuchtwerk. Der pH-Wert des Wischwassers darf nicht tiefer als 5,5 sein. Setzen Sie je nach Anwendungsgebiet Ihrer Erzeugnisse die nach Absprache mit Ihrem Lieferanten geeigneten Farben ein. Nach dem Offsetdruck/in der Weiterverarbeitung: Umhüllen Sie sofort nach dem Druckvorgang das Papier mit einer Klimaschutzverpackung (z.B. Rieseinschlag, Folie, Plastiksack), damit es keine zusätzliche Feuchtigkeit aufnehmen kann. Lassen Sie das Papier nach dem Druck genügend lange ruhen, bis die Farbe nagelhart ausgetrocknet ist, damit sie bei der Weiterverarbeitung nicht durch die Gerätehitze aufgeweicht wird. Achten sie beim Ausrüsten beim Endformat auf einen glatten Schnitt mit scharf geschliffenen Messern. Verhindert Geräteverschmutzungen und Verpackungsprobleme! Erst unmittelbar vor dem Gebrauch im Kopierer oder Laserdrucker die Verpackung öffnen, um Feuchtigkeitsaufnahme zu verhindern.

Vorsatzpapier Spezielle, oft gerippte Papiere für die Buch- herstellung. Es hat die Aufgabe, den Buchblock mit der Decke zu verbinden. Geforderte Eigenschaften: zäh, langfaserig, holzfrei, gute Leimung und hohe Opazität.

 
Wasser Innerhalb weniger Jahrzehnte konnte der Verbrauch von Wasser in der Papierherstellung um durchschnittlich 60 % reduziert werden, das heisst, von 50 auf 20 Liter pro Kilo Papier.

Wasserzeichen Wasserzeichen werden allgemein als besonderes Qualitäts- und Individualmerkmal von Papieren angesehen und sind schon seit dem Mittelalter bekannt. Sie sind Zeichnungen im Papier, die durch unterschiedliche Papierstärken hervorgerufen werden. Das natürliche, echte Wasserzeichen entsteht nur beim Handschöpfen oder auf der Rundsiebmaschine durch Verdrängung oder Anreicherung der Fasermasse bereits in der Siebpartie (Papiermaschine) mittels einer Wasserzeichenwalze (Egoutteur). Künstlich unechte Wasserzeichen (Moletten-Wasserzeichen) werden nach dem Passieren der Siebpartie in das noch immer nasse Papier eingeprägt. Es besteht auch die Möglichkeit, künstlich, unechte Wasserzeichen ausserhalb der Papiermaschine durch Bedrucken mit farblosem Lack, durch Hitze oder durch Prägen herzustellen.

Wegschlagverhalten Zeit, die gebraucht wird, um einen Tropfen Flüssigkeit von der Papieroberfläche wegzuschlagen.

Weissegrad Definiert die Intensität des Weisse-Eindruckes. Die unterschiedlichen Farbnuancen (rötlich, bläulich, gelblich) werden im Farbort berücksichtigt.

Werkdruckpapiere Werden vorwiegend für den Druck von Büchern verwendet. Notwendig ist ein weiches, elastisches, maschinenglattes Papier mit gut geschlossener Oberfläche.

 
Xerografiepapier Weniger Feuchtigkeitsgehalt (24 - 30 % relative Feuchte) als allgemein üblich. Hat eine gleichmässige Oberfläche und neigt kaum zum Stauben. Eignet sich deshalb besonders gut für Fotokopien.

 
Zeitungsdruckpapier Stark holz- und altpapierhaltiges, maschinenglattes und gut saugfähiges Papier mit einem Flächengewicht von 40 bis 57 g/m2. Zeitungspapier ist - der Name sagt es - mehrheitlich für den schnellen Rotationsdruck bestimmt und muss daher die Farbe schnell aufnehmen.

Zellstoff Faserstoff, der aus pflanzlichen Faserrohstoffen durch chemischen Aufschluss gewonnen wird und als Hauptbestandteile Zellulose neben anderen Stoffen wie Hemizellulose, Restlignin und organische Stoffe enthält. Dabei wird das Holz (Laub- und Nadelhölzer) zuerst mechanisch in Hackschnitzel zerkleinert. Diese werden dann mit einer Kochflüssigkeit (Kochung) imprägniert und unter Druck und Temperatur über mehrere Stunden gekocht. Es gibt verschiedene Kochprozesse: Das Sulfit- und das Sulfat-Verfahren. Am Schluss der Verarbeitung wird der fertige Zellstoff getrocknet und zu Platten gepresst oder direkt über eine Pipeline an die Papierfabrik geliefert.

Zellulose Ist die häufigste natürlich vorkommende organische Verbindung, denn die Zellwände der Pflanzen bestehen aus diesem Faserstoff. Im Holz ist die Zellulose mit Lignin und anderen Bestandteilen der Zellwand verbunden.

Zweiseitigkeit Unterschied zwischen den beiden Papierseiten, hervorgerufen durch eine einseitige Entwässerung.